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Nachhaltiges Bauen umfasst viele Aspekte

Immobilien «Nachhaltig» ist ein Wort, das für Vieles herhalten muss. So wundert es nicht, dass auch nachhaltig gebaut wird. Doch was heisst das genau?

Miriam Dibsdale

Sucht man im Internet nach «nachhaltigem Bauen», findet die Suchmaschine in einer Viertelsekunde fast eine Million Websites zu diesem Thema und liefert auf Wunsch auch gleich noch ein paar Tausend Bilder dazu. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft, hier meint man damit, dass nicht mehr Bäume gefällt werden dürfen, als nachwachsen können. Im heutigen Sprachgebrauch bedeutet das Wort, dass etwas eine lange Zeit andauert, besteht, nachwirkt oder – im ökologischen Sinn – den zukünftigen Generationen die Lebensgrundlagen nicht zerstört.

Teil der 2000-Watt-Gesellschaft

Zürich, die grösste Schweizer Stadt, definiert nachhaltiges Bauen so, dass «es darauf abzielt, ökologisch verträgliche und ressourceneffiziente Lösungen wirtschaftlich und mit möglichst viel Lebensqualität für die Nutzenden umzusetzen.» Für Neubauten und Sanierungen bedeute dies eine aufeinander abgestimmte Optimierung in den Bereichen Energie, Baustoffe, Nutzerfreundlichkeit, Erscheinungsbild und Lebenszykluskosten. Nachhaltiges Bauen ist für die Stadt auch eine wichtige Massnahme auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft. Das heisst, es muss nachhaltig geplant, gebaut und bestehende Gebäude entsprechend bewirtschaftet werden. Das Zürcher Hochbaudepartement hält in einem Communiqué fest, dass dafür die räumlichen Voraussetzungen geschaffen werden müssen, die gleichzeitig wirtschaftliche Entwicklung fördern und eine hohe Lebensqualität ermöglichen – und dabei erst noch die natürlichen Ressourcen schützen. Die städtischen Bauprojekte sollen als Vorbilder gelten und wegweisend sein, auch was den Einsatz nachhaltiger Materialien und Energiesparmassnahmen angeht. Dazu werden bestehende Gebäude laufend überprüft, um den Energieverbrauch zu senken, indem entsprechend nachhaltig renoviert wird.

Höhere Baukosten versus Energiesparen

Doch was ist der Nutzen einer Privatperson, nachhaltig zu bauen? Wer ein Haus baut, muss meistens knapp kalkulieren. Wer zum Beispiel ein Minergie-Haus bauen will, muss mit vier bis sechs Prozent höheren Baukosten rechnen. Lässt sich das im Laufe der Jahre durch die Energieeffizienz wieder einsparen? Die Fachleute sagen ja: Die zusätzlichen Kosten amortisieren sich im Schnitt zum Beispiel bei einem Einfamilienhaus in sieben Jahren. Ausserdem können nach Minergie-Standard gebaute Häuser zu einem höheren Preis wieder verkauft oder vermietet werden und einige Banken offerieren Hypotheken zu Vorzugsbedingungen, wenn im Minergie-Standard gebaut oder renoviert wird. Und gewisse Kantone bieten sogar Finanzhilfen an, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt werden. Dazu zählt neben einer vorbildlichen Bausubstanz, Dämmstärke und Dichtigkeit der Bauhülle und mechanischer Lufterneuerung auch der Minergie-Standard.

Mehrwehrt – aber nur wenn die Lage stimmt

Energiesparhäuser haben einen Mehrwert – aber nur, wenn sie an der richtigen Lage stehen. Heute drehen sich die Diskussionen um verdichtetes Bauen und schrumpfende Landreserven. Das Haus im Grünen am Waldrand wird also zum Auslaufmodell. Und es kann noch so energiesparend gebaut werden – wenn es Teil der Zersiedelung ist, für eine vierköpfige Familie 700 Quadratmeter Land beansprucht und in die Stadt gependelt werden muss, stimmt die ökologische Schlussrechnung nicht mehr.

Trendstudien zeigen deutlich, dass Nachhaltigkeit beim Bauen und Wohnen noch immer ein Thema mit zunehmender Wichtigkeit ist. Immerhin verbrauchen Immobilien weltweit etwa 40 Prozent der globalen Primärenergie und produzieren durch Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung und Erwärmung des Trinkwassers rund einen Drittel der gesamten von Menschen verursachten CO2-Emissionen.

Das Moderne Haus, was muss es können?

Doch wie muss man sich ein ökologisches Haus in Zukunft vorstellen? Ziel ist das emissionsfreie Haus, das durch Nutzung von Solarenergie und Umweltwärme sowie einem Anteil an CO2-freiem Strom erreicht werden kann. Im Sommer wird im Boden Wärme für den Winter gespeichert, die von der Sonne über Kollektoren auf dem Dach aufgefangen wird. Die Wärme für das im Haushalt benötigte Wasser stammt aus der Wärmerückgewinnung aus dem Fussboden und der Lüftung; über einen Wärmetauscher und eine Wärmepumpe wird so der Boiler aufgeheizt – überschüssige Wärme wird ebenfalls im Boden gespeichert. Geheizt wird im Winter mit der im Sommer im Untergrund gespeicherten Wärme; auch das Gebrauchswasser wird durch die Wärmepumpe geliefert. Damit in diesem Kreislauf keine Energie verloren geht, sind Wände mit optimaler Wärmedämmung Voraussetzung. Die neue Fenster-Generation wird je nach Ausrichtung unterschiedliche Scheiben ausweisen.

Eine ganz zentrale Rolle spielt die Dämmung. Studien zeigen, dass ein Gross der Energie in Form von Wärme nach aussen abgegeben wird. Anbieter begegnen den steigenden Anforderungen an baulichen Wärmeschutz mit verschiedenen Methoden. Eine Möglichkeit, welche die Jansen AG anwendet, ist ein hochwärmedämmendes Stahlprofilsystem, mit dem sich vielfältige Fenster- und Türelemente sowie Festverglasungen herstellen lassen. Denn Fenster und Türen sind die dämmungstechnischen Schwachstellen eines Hauses. Die exzellente Wärmedämmung des Stahlprofilsystems Janisol HI basiert auf Isolierstegen aus glasfaserverstärktem Polyurethan. Fenster und Festverglasungen aus Janisol HI erreichen damit so hohe Dämmwerte, dass sie – als erstes Stahlfenster überhaupt in der Schweiz – mit dem MINERGIE-Label ausgezeichnet wurden.